Auch nach dem 24. November 2015 gilt: Der Nazi-Kriegsklotz muss weg!

.

Kriegsklotz
Vergrößern mit Rechtsklick

.

Die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz

wurde 1990 als Zusammenschluss von betroffenen Opfern gegründet. Sie tritt für die gesellschaftliche Rehabilitierung und die materielle Entschädigung der Opfer der Militärjustiz unter dem Nationalsozialismus ein.

• 53 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation von Nazi-Deutschland wurde die rechtliche Rehabilitierung der Kriegsdienstverweigerer und Wehrkraftzersetzer erreicht.

• 57 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation von Nazi-Deutschland wurden die Wehrmachtdeserteure pauschal rehabilitiert.

• 64 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation von Nazi-Deutschland wurden auch die wegen „Kriegsverrat“ verurteilten Opfer der NS-Wehrmachtjustiz pauschal rehabilitiert.

Und erst 70 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation von Nazi-Deutschland wird in Hamburg nun ein Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz eingeweiht.

--

■ Die Erichtung dieses Gedenkorts geht einher mit dem Versuch das Nazi-Denkmal am Dammtor FÜR IMMER an dieser Stelle zu belassen.

Der Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz wird dazu mißbraucht, die seit 1945 von allen Hamburger Regierungen betriebene Verteidigung des Nazi-Denkmals fortzuführen.

Der Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz wird bewusst nicht an einem der Tatorte der NS-Militärjustiz errichtet.

Der Kriegsklotz war niemals ein solcher Ort. Der Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz wird also vorsätzlich an der falschen Stelle errichtet.

Dieser politische Mißbrauch des Denkmals für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz zwecks RETTUNG DES KRIEGSKLOTZES wird von der Hamburger „Zivilgesellschaft“, zu der längst auch das u.a. aus Alt-Antifas bestehende „Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal“ zählt, unterstützt.

Daraus folgt:

(1) Die Entstehung eines Gedenkorts für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz in Hamburg 70 Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation von Nazi-Deutschland ist ein – mehr als später – politischer Erfolg der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz.

(2) Der mißbräuchliche Einsatz des Deserteur-Denkmals zur Rettung des Nazi-Denkmals ist eine schlimme politische Niederlage der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz.

(Dafür verantwortlich ist die staatstragende Hamburger „Zivilgesellschaft“ in Gestalt des „hochkarätig besetzten Beirats aus Vertretern der Parteien, der Wissenschaft, der Kunst , der Architektur und der Verbände“ sowie des „Bündnisses für ein Hamburger Deserteursdenkmal“)

(3) Auch nach der Einweihung des Deserteur-Denkmals gilt: Der „Kriegsklotz“ muss weg!

(4) Das Deserteur-Denkmal muss an einen der innerstädtischen Tatorte der Wehrmachtsjustiz (Untersuchungsgefängnis Holstenglacis oder das Generalkommando an den Sophienterrassen) versetzt werden.

(Die meisten Deserteure wurden an den Schießständen des Truppenübungsplatzes Höltigbaum ermordet, der entfernt am Stadtrand liegt. Höltigbaum war bis 1992 Standortübungsplatz der Bundeswehr und ist heute ein Naturschutzgebiet. Im Untersuchungsgefängnis Holstenglacis wurden etwa 40 der 200 in Hamburg ermordeten Deserteure geköpft. Im Generalkommando an den Sophienterrassen war auch die Wehrmachtsjustiz tätig).

.

--

Rückblick

Die Berliner Republik gegen die Wehrmachts-Deserteure

Welt 24.4.1997
Wehrmachts-Deserteure: Entschädigung mit Vorbehalt

Nach monatelangem Streit haben sich die Rechtspolitiker von Koalition und SPD-Opposition auf einen Kompromiß für die Entschädigung und Rehabilitierung von Opfern der NS-Wehrmachtsjustiz verständigt. Im Rechtsausschuß des Bundestages billigten sie gestern einen Entschließungsantrag, der eine einmalige Zahlung von 7500 Mark für schätzungsweise 300 im Krieg wegen „Kriegsdienstverweigerung“, „Desertion/Fahnenflucht“ und „Wehrkraftzersetzung“ verurteilte Männer vorsieht. Eingeschränkt wird, daß die Rehabilitierung nicht gelten soll, wenn die der Verurteilung zugrunde liegende Tat, gemessen an rechtsstaatlichen Maßstäben, auch heute Unrecht wäre. Betont wird, die Rehabilitierung bedeute keine Abwertung der Wehrmachtssoldaten.

-

Berliner Zeitung, 2.10.1997
Wehrmachts-Deserteure werfen Finanzministerium Betrug vor

Die Vorbereitung der Entschädigungszahlungen für Opfer der NS-Militärjustiz ist ins Stocken geraten. Der Entwurf aus dem Hause Waigel hat inzwischen den scharfen Widerspruch der Opfer-Vereinigung herausgefordert. Unter der Überschrift „Betrug an Wehrmachtsdeserteuren?“ wirft deren Vorsitzender Ludwig Baumann dem Finanzministerium vor, Wortlaut und Sinn der Bundestagsentschließung so verändert zu haben, „daß kaum ein Opfer oder deren Angehörige die ihnen zugedachte symbolische Entschädigung von 7 500 Mark erhalten wird“. Der Entwurf sieht eine Einzelfallprüfung vor, mit dem möglichen Ergebnis vor, daß ein Deserteur nicht entschädigt wird, wenn er für seine Flucht zum Beispiel Zivilkleidung gestohlen hatte.

.

--

Ankündigungen, November 2015

Freie und Hansestadt Hamburg
Einweihung des Gedenkortes für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz
am Dienstag, dem 24. November 2015, 15 Uhr

Oberbürgermeister Olaf Scholz
Ludwig Baumann, Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz und Volker Lang, Bildhauer
Eine Veranstaltung des Hamburger Senats

(keine anderen Redner zugelassen)

Mit dem Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz sollen diese lange Zeit nicht anerkannten Opfer des Nationalsozialismus angemessen gewürdigt werden. Der Bau des Gedenkortes neben dem Nazi-Denkmal statt neben einem Tatort der Wehrmachtsjustiz basiert auf einem einstimmigen Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft und ist Ergebnis einer langen Diskussion unter Beteiligung der Opferverbände (Opfer der NS-Militärjustiz und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge), des Bündnisses für ein Hamburger Deserteursdenkmal, der Wissenschaft, der Fachöffentlichkeit (!) und der Nordkirche. Bei allen Entscheidungen hatte die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz nur eine Stimme.

Das Deserteurdenkmal nimmt Bezüge zu allen Seiten auf: zum 76er (Nazi-) Kriegerdenkmal und dem (ersten) Gegendenkmal von Alfred Hrdlicka. Mit dem Deserteurdenkmal soll an diesem prominenten Ort (neben dem NS-Denkmal) ein wichtiges politisches Zeichen gegen für Zivilcourage und Gerechtigkeit gesetzt werden.

--

Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal und den Erhalt des Nazi-Denkmals

Dienstag, 24.11.2015
Einweihung des Hamburger Deserteursdenkmals. Am 24.11. wird das vom Künstler Volker Lang entworfene Deserteursdenkmal am Kriegsklotz der Öffentlichkeit übergeben. 15-18 Uhr.

Freitag, 27. November 2015
19:00 Party: Alle Freunde des Bündnisses für ein Hamburger Deserteursdenkmal und den Erhalt des Nazi-Denkmals sind eingeladen, das Deserteursdenkmal und den Erhalt des Nazi-Denkmals gemeinsam zu feiern. Im Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg.

.

.

.

Opfer und Täter in Tragik verbunden

.

Kurz vor der Einweihung des Deserteur-Denkmals
wurde das Nazi-Denkmal von Protest-Parolen gesäubert

Kriegsklotz Hamburg
Vergrößern mit Rechtsklick

.

.

Aktualisierung des Imperativs „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ im Bundestag

.

Zentrale Gedenkstunde am Volkstrauertag 2014
im Deutschen Bundestag

Begrüßungsrede von Markus Meckel

Helmut Kohl ist 1985 heftig dafür gescholten worden, als er für seine Geste der Versöhnung mit Präsident Reagan Bitburg wählte, einen Friedhof, auf dem auch Männer der Waffen-SS liegen. Ich frage nun: Auf welchem der Soldatenfriedhöfe können wir sicher sein, dass dies nicht der Fall ist? Dort sind überzeugte Nazis wie ihre Gegner beerdigt, Menschen, die mit Begeisterung oder widerwillig in den Krieg zogen – und die meisten von ihnen hatten keine Wahl.

Da liegen Menschen, die schlimmste Verbrechen begangen haben und ebenso jene, die sich weigerten und dann Opfer der Wehrmachtsjustiz wurden. Vielen Schicksalen ist Tragik nicht abzusprechen.

Gerade angesichts der Gefallenen der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen wissen wir:

Es braucht auch heute, auch in einer Demokratie Menschen, die bereit sind, Risiken auf sich zu nehmen und zur Not ihr Leben dafür einzusetzen, dass die Würde des Menschen gewahrt bleibt, hier bei uns und anderswo. (16.11.14)

.

Kommentar

(1) Die Gleichsetzung von Wehrmachtsverbrechen und Wehrmachtsdesertion als Tragödie

„Da liegen Menschen, die schlimmste Verbrechen begangen haben und ebenso jene, die sich weigerten und dann Opfer der Wehrmachtsjustiz wurden. Vielen Schicksalen ist Tragik nicht abzusprechen“.

Der narrative Aufbau dieses im Deutschen Bundestag formulierten Satzes folgt der Handlungsstruktur der Tragödie: Die einen haben Verbrechen begangen, die anderen sich verweigert. Erzählt man beide Geschichten in der archetypischen Plotstruktur der Tragödie, so betritt man ein Genre, dem Katharsis und Trauer eingeschrieben sind. Verbrechen und Verweigerung werden gleichermaßen zu mythischen Handlungen: Der Täter und der Fahnenflüchtige sind beide Opfer tragischer Umstände. Die Teilnahme an den Verbrechen und die Fahnenflucht waren situative Optionen, Entscheidungen, die durch ihre Re-Inszenierung als Tragödie nur einmal mehr die Geschichte der menschlichen Schwächen und Verfehlungen erzählen.

So gesehen vervollständigt das Deserteur-Denkmal neben dem „Kriegsklotz“ nur die Erzählung von den tragischen Umständen denen damals alle ausgesetzt waren, zu einer versöhnlichen Gesamterzählung. Diejenigen, die Mordbefehle ausführten, waren nicht etwa vom Hass auf „Untermenschen“ beseelt; es fehlte ihnen höchsten etwas Zivilcourage. Innerlich waren sie ganz sicher so sehr dagegen wie jene, die durch zufällige Fügungen zu Fahnenflüchtigen wurden.

-

(2) Das Motto auf dem Kriegsklotz ist weiterhin gültig.
Deshalb soll er erhalten bleiben

Verdun, Stalingrad oder Masar-e Scharif: Allen diesen Toten ist – so sagt man es 2014 im Bundestag wörtlich – gemein, dass sie für Deutschland gestorben sind. Der einzelne Tote wird also entindividualisiert und geht im Volkskörper auf, der ihn überdauert – genau nach dem Motto, das auf dem als „Kriegsklotz“ steht: „Deutschland muss leben, auch wenn wir sterben müssen“.

Diese Instrumentalisierung wird da besonders widerlich, wo auch diejenigen, die auf gänzlich andere Weise „für Deutschland“ sterben mussten – in diese „Volkstrauer“ eingemeindet werden: die Opfer des Holocaust, des deutschen Vernichtungskrieges, der Euthanasiemorde, der ermordeten Widerständler, der ermordeten Deserteure und aller anderen von den Deutschen umgebrachten.

Ihr Tod dient nicht zuletzt der politisch gelenkten Erinnerungskultur der Berliner Republik dazu, ein Deutschland und ein deutsches Volk hervor zu rufen, das aus seiner Geschichte gelernt hat und an ihr gereift ist. Das macht die deutsche Geschichte dann trotz Nationasozialismus letztlich zur Erfolgsgeschichte mit Happy End. Auf diese Weise bewahrt sich gerade durch die Gedenkpolitik die Kontinuität eines „deutschen Volkes“, das sich offenbar in besonders schwierigen Zeiten bewährt hat.

Auf die selbe Weise wie die Toten am „Volkstrauertag“ werden in Hamburg die Wehrmachts-Deserteure instrumentalisiert und die Kritik an diesen Praktiken zugleich marginalisiert.

.

.

.

Politische Konstruktion eines „Spannungsfeldes“ zwischen NS-Denkmal und Deserteur-Denkmal

.

Bauarbeiten am Tag vor der Einweihung
Bündnis
Vergrößern mit Rechtsklick

.

Das Nazi-Denkmal als „historisches Sachzeugnis“
und „Partner“ des Deserteur-Denkmals

Seit 1945 wird das Nazi-Denkmal, das den meisten Hamburgern als „Gedenkstätte für die Gefallenen“ gilt, von denen, die es erhalten wollen, zugleich als „Ausdruck der Ansichten bestimmter Epochen“ historisiert.

Diese Relativierung wurde während der Kampagne für ein Deserteur-Denkmal NEBEN dem Nazi-Denkmal endgültig durchgesetzt.

Der Klotz gilt jetzt – zusammen mit den beiden „Gegendenkmalen“ – als „Lernort“.

Ihn zu beseitigen würde demnach bedeuten, das „historische Sachzeugnis“ zu beseitigen, ohne das der „Lernort“ nicht mehr als solcher funktionieren würde. Anders gesagt: Ohne den Nazi-Klotz („Anschauungsstück für eine militaristische Ideologie“) würde das Deserteur-Denkmal die Hauptfunktion verlieren, die ihm von Staat & Zivilgesellschaft aufgezwungen wird:

„Der Standort des Deserteur-Denkmals erfordert eine Auseinandersetzung mit der bestehenden Konfiguration des 76er Kriegerdenkmals und des Gegendenkmals von Hrdlicka. Das Deserteur-Denkmal steht hier im Spannungsfeld zwischen Kriegsverherrlichung und anklagendem Protest. Das 76er Denkmal wie auch das Gegendenkmal sind mittlerweile zu Dokumenten ihrer Entstehungszeit geworden. BEIDE sollen als historisches Sachzeugnis erhalten bleiben.“ (Senat 2015)

.

.

.

Die zwei Vergangenheiten des „Kriegsklotzes“

.

Die neue Tafel des Senats neben dem Nazi-Denkmal
(Einweihung zusammen mi dem Deserteur-Denkmal)

Kriegsklotz
Vergrößern mit Rechtsklick

.

Der Hamburger „Kriegsklotz“ hat zwei Vergangenheiten:

→ Erstens seine Rolle in der NS-Zeit von 1936 bis 1945.
→ Zweitens die Geschichte seiner Rechtfertigung von 1945 bis heute.

Von den 80 Jahren, die dieses NS-Denkmal im Jahr 2016 bestehen wird, entfallen nur 9 Jahre auf die Nazi-Zeit und 71 Jahre auf die postfaschistische BRD.

.

Diese 71 Jahre des affirmativen Bezugs auf dieses Denkmal werden auch im Zuge der jüngsten Kriegsklotz-Rettungs-Initiative (diesmal durch Missbrauch des Deserteur-Denkmals) in keiner Weise „aufgearbeitet“. Es gibt auch von dem staatstragenden „Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal“ nicht einmal eine Dokumentation all der vielsagenden „Argumente“, mit denen seit 71 Jahren dieses Nazi-Denkmal und seine Inschrift „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ verteidigt wird.

Die Geschichte der 71jährigen VERTEIDIGUNG dieser Inschrift wird überhaupt nicht als eigenständige Kriegsklotz-Geschichte thematisiert. Dabei zeigt diese Geschichte doch vor allem dies: Der Slogan „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ ist seit 71 Jahren nicht mehr ein Nazi-Slogan, sondern ein Imperativ der demokratischen Herrschaft.

.

Rückwirkend wird zugleich auch die Rolle des Denkmals in der NS-Zeit ständig umgeschrieben. Dabei fällt auf, dass die umlaufenden Interpretationen seit dem Bau des Deserteur-Denkmals noch reaktionärer ausfallen als zuvor. Hieß es auf der alten Info-Tafel ( die am 19.11.2015 demontiert wurde) noch, dieses Denkmal sei „fälschlich als Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges gedeutet“ worden, so wird auf der neuen Info-Tafel das Gegenteil behauptet. Jetzt heißt es, bei dem „Kriegerdenkmal“ ginge es um das „Andenken an die im Ersten Weltkrieg gestorbenen Angehörigen des Infanterie-Regiments Nr. 76“.

.

Auf die Inschrift „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen wird weder von staatlicher noch von „zivilgesellschaftlicher“ Seite eingegangen. Ohne ihren Gehalt explizit zu thematisieren, wird nur allgemein von „kriegsvorbereitender NS-Propaganda“ und „militaristischer Verklärung“ gesprochen. Gerade weil alle wissen, dass der Imperativ „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ keineswegs eine originäre Nazi-Losung ist, sondern den Anspruch auch des postfaschistischen Staates auf das Lebens seiner Bürger auf den Punkt bringt, weicht man dem Thema aus.

.

Das Schweigen über die zweite Vergangenheit dieses Denkmals wird nicht zuletzt dort deutlich, wo es um die Rolle der Hamburger Politik geht, die diese zweite Vergangenheit entscheidend prägte.

→ Auf der alten Tafel heißt es noch: „Nach 1945 wurde immer wieder die Zerstörung des Denkmals gefordert. Der Senat entschied, das Denkmal als Zeugnis der Geschichte am Ort zu belassen.“ „Der Senat“ ist hier eine Umschreibung für: „jeder sozialdemokratische Senat seit 1945“.

→ Auf der neuen Tafel, die am 24.11.2015 zusammen mit dem Deserteur-Denkmal eingeweiht wird, heißt es: „Nach 1945 war zunächst der Abriss vorgesehen, doch wurde es (das Nazi-Denkmal) erhalten…“ Hier taucht nicht einmal mehr „der Senat“ als Subjekt auf.

Alle diese Lügen werden von dem „Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal“ gedeckt und mitgetragen.

.

.

.

Das halbstaatliche „Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal“ reinigt Nazi-Denkmal

.

Alles wieder blitzblank wie 1936
Jetzt kann das zweite Gegendenkmal eingeweiht werden

OlafScholz
Vergrößern mit Rechtsklick

.

Antifas bringen Nazi-Denkmal auf Hochglanz

■ Der Hamburger Oberbürgermeister Olaf Scholz weiht am 24. November 2015 das Hamburger Deserteur-Denkmal ein.

Dieses Denkmal wird aber NICHT an einem der Tatorte der Hamburger Militärjustiz stehen, sondern neben dem Nazi-Denkmal am Dammtorbahnhof, das niemals ein Tatort der Wehrmachts-Justiz war.

Man mißbraucht in Hamburg die Auseinandersetzung um die Wehrmachtsdeserteure, um die Forderung nach Beseitigung des Nazi-Denkmals dauerhaft abwehren zu können. Der Kriegsklotz, auf den die Hamburger nie verzichten wollten, soll mindestens 1000 Jahre an dieser Stelle stehen bleiben. Vor allem die Inschrift „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ gilt wieder als hochaktuell.

Vor einigen Wochen wurde der Kriegsklotz mit „Nieder wieder Deutschland“ (Vorderseite) und „Deutschland muss sterben, damit wir leben können“ (Rückseite) beschriftet.

Das halbstaatliche „Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal“, bei dem inzwischen auch die meistens Alt-Antifas mitmachen, muss solchen Protest unterdrücken. Man will Stolz auf Deutschland sein und an seinen weltweiten Erfolgen teilhaben. Dazu soll gerade die „Vergangenheitspolitik“ einen wichtigen Beitrag leisten.

.

Wenige Tage vor der Einweihung des Deserteur-Denkmals wurde nun das Nazi-Denkmal (sozusagen „im Namen der Deserteure“) von allen Parolen GESÄUBERT, die sich gegen das NS-Denkmal richten und darüber aufklären, weshalb dieses Denkmal mitsamt seinen Inschriften auch noch nach 80 Jahren an dieser Stelle stehen kann.

Pünktlich zur Eröffnung des „Gegendenkmals“ soll das Hauptdenkmal, das ja im Mittelpunkt der ganzen Inszenierung steht, sich BLITZBLANK von seiner besten Nazi-Seite zeigen. Anti-Parolen und andere Beschädigungen an und auf dem Nazi-Denkmal würden nicht zuletzt auch zeigen, dass es gegen Nazi-Bauten wirksamere Mittel gibt als Gegendenkmale.

(Hinweis an Menschen, die womöglich diese Zensurmaßnahme rückgängig machen wollen: 24 Stunden vor dem Auftritt des Oberbürgermeisters wird der NS-Kriegsklotz von staatlichem Personal im Auge behalten – so wie auch dieses Blog).
-

.

Hamburger Abendblatt, 16. 9. 1983
Der Steinblock des Anstoßes
Die FDP-Politikerin Renate Damm bezeichnete es als traurig, dass der Senat keinen Weg gefunden habe, das 76er Denkmal in würdiger Form zu erhalten. Die Bemerkung zielt auf die Tatsache, daß der massige Quaderblock, der an die Gefallenen des Hanseatischen Infanterieregiments Nr. 76 erinnern soll, wieder über und über mit Farbe beschmiert ist. Die CDU hatte in diesem Zusammenhang von einem „beschämenden Skandal“ gesprochen.

-

Hamburger Abendblatt, 16. 9. 1983,
Kommentar: Wann haben diese Soldaten ihren Frieden?

Es sind Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Aber sie sehen heute, am 16. September 1983, so aus, als kämen sie geradewegs aus der Schlacht um den Douaumont oder aus dem Schlamm Flanderns. Ihre Stahlhelme und Uniformröcke sind blutrot beschmiert. Ihre Gesichter sind zertrümmert, die Augen ausgemeißelt, die Nasen gebrochen. Unter ihren Stiefeln entlang der Mauer steht in schwarzer Farbe: „Nie wieder Krieg“. Auch steht da: „Deutschland verrecke“.

Die 88 Infanteristen haben in einem fürchterlichen Krieg ihre Pflicht getan. Sie sind gefallen, wurden verwundet, erlitten Qualen. Sie können sich gegen ihre Feinde von heute nicht wehren. Sie müssen alles über sich ergehen lassen: Haß, Eifer, Böswilligkeit. Sie bleiben stumm, sie sind aus Stein. Wann gibt Hamburg diesen Soldaten ihren Frieden?

.

.

.

Wer jetzt noch dagegen ist, steht außerhalb der deutschen Geschichte

niewiederdeutschland
Vergrößern mit Rechtsklick

.

Hamburger Abendblatt, 6. 9. 1979
Machtwort des Senats: Kriegerdenkmal bleibt

Vor sieben Jahren sprach der Senat ein Machtwort, als auch einige Bezirkspolitiker das kernig formulierte Bekenntnis euphorischer Militanz – „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ – am Denkmal beseitigt haben wollten. Im Jahre 1972 befand Hamburgs sozialdemokratische Landesregierung, in solchen Inschriften spiegelten sich eben Pathos und Ansichten bestimmter Epochen wider.

1979 geht’s gleich um das ganze Bauwerk. Die Reaktion auf die Forderung nach Abriss zeigt aber, dass viele Bürger das Kriegerdenkmal vor allem als eine‘Gedenkstätte für die Gefallenen empfinden. Man würde diese Bürger verletzten, wollte man das Denkmal entfernen.

Oppositionsführer Jürgen Echternach (CDU) spricht von „blindwütiger Denkmalstürmerei“. Und wörtlich: „Wer den Gefallenen mit besserwisserischer Überheblichkeit mehr als 60 Jahre später bescheinigen will, daß sie eines ehrenden Gedenkens nicht mehr würdig sind, stellt sich außerhalb der deutschen Geschichte.“

Und Martin Kirchner, stellvertretender Landesvorsitzender der FDP: „Es ist inhuman und illiberal, die Forderung nach dem Abriss zu erheben. Viele Hamburger Familien, die Kriegsopfer unter ihren Angehörigen zu beklagen haben, fühlen sich mit diesem Gedenkstein verbunden.“

Mehrfach war das Monument am Dammtordamm das Ziel von Atakken und extremistischen Aktionen .

1972 sprühten unbekannte Täter aus weißen und roten Lackdosen SS-Runen und Schriftzüge wie „Sieg Heil“ und Nazis“ auf den Sockel.

.

.

.

2016: 80 Jahre „Deutschland muss leben…“

Kriegsklotz
Vergrößern mit Rechtsklick

.

Der Hamburger Kriegsklotz mit der Inschrift:
„Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“
soll erhalten bleiben,

weil dieser Imperativ die Wahrheit über den
Anspruch des Staates auf das Leben seiner Bürger ausspricht.
.

Siehe:

„Kriegsklotz“ Hamburg: Wie Antifas lernten, ein Nazi-Denkmal zu lieben

.

.

.

Hamburg: „Das Nazi-Denkmal muss bleiben“

.

Info-Tafel am Nazi-Denkmal
(im November 2015 entfernt)
Kriegsklotz
Vergrößern mit Rechtsklick

.

1979

Sogar Jusos wollten 1979 das Nazi-Denkmal schleifen, weil sie sich damals mit anderen Vorschlägen von dem Publikum isoliert hätten, das sie an die SPD binden wollten. Heute sitzen die Denkmalstürmer von damals entweder selbst im Senat oder sind Teil der staatstragenden „Zivilgesellschaft“.
.

Hamburger Abendblatt, 6. 9. 1979
Geplanter „Denkmalsturm“ am Dammtor beschäftigt die Politiker. Wird der Senat die Jusos stoppen?

Hamburgs Jungsozialisten wollen ein Denkmal stürzen. Wie ernst es ihnen mit der Absicht ist, den grauen Steinquader mit dem Relief marschierender Soldaten des einstigen hamburgischen Infanterie-Regiments 76 von seinem Platz zwischen Dammtor und Stephansplatz zu entfernen, wurde deutlich, als sie die „76er“ mit einem sieben Meter langen Transparent („Das Nazidenkmal muß weg“) überspannten. Das Hamburger Abendblatt berichtete darüber. Nun muß sich der Senat wieder mit jenem ebenso umstrittenen wie geschätzten Relikt aus dem Jahre 1936 beschäftigen. Auch die Bürgerschaft wird sich auf Grund einer parlamentarischer! Anfrage aus den Reihen der SPD mit der Denkmalstürmerei befassen.

.

2015

Hamburger Wochenblatt, 27.10.2015
„Nazi-Kunst“ einfach zu schleifen,wäre wirklich zu einfach.

.

.

.

Hamburger Senat seit 1945: „Das Nazi-Denkmal nicht antasten“

Kriegsklotz
Vergrößern mit Rechtsklick

.

1982

Hamburger Abendblatt, 1.12.1982

Der Plan des Senats für das Kriegerdenkmal

Die Weichen für die Umgestaltung des (NS-) Kriegerdenkmals am Dammtor sind gestellt. Die Kunst-Kommission der Kulturbehörde hat sich gestern für eine zusätzliche Anlage entschieden (also gegen den Abriss), die an das umstrittene Ehrenmal (sic!) anschließt und das Massensterben im Krieg (also auf keinen Fall Holocaust und Vernichtungskrieg) künstlerisch versinnbildlicht.

Als ausführenden Künstler hat sich die Kommission schon auf den Bildhauer Prof. Alfred Hrdlicka festgelegt. Das letzte Wort über die Ergänzung des (NS-) Kriegerdenkmals hat allerdings noch der Senat zu sprechen. Offen ist, ob die endgültige Entscheidung vor der Wahl fällt.

Nach Meinung von Kultursenator Prof. Wolfgang Tarnowski (SPD) kann die jetzt vorgeschlagene Lösung „von allen Bürgern Hamburgs akzeptiert werden“. Er sei froh, eine Lösung gefunden zu haben, die allen Ansprüchen gerecht werde. Tarnowski weiter: „Wir hatten zugesagt, das Denkmal selbst nicht anzutasten.“

.

.

2015

Angemessene Wahrnehmung eines Nazi-Denkmals

„Der geplante Gestaltungswettbewerb „Denkmal für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“ soll dazu beitragen, das 76er-Denkmal (das ist heute die staatsoffizielle Sprachregelung für das Nazi-Denkmal) … in angemessener Weise (!) neu und kritisch wahrzunehmen“ (Hamburger Senat).

.

.

.

Absichtlich am falschen Ort: Das Hamburger Deserteur-Denkmal

Deserteursdenkmal
Vergrößern mit Rechtsklick

Das Hamburger „Denkmal für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“ kommt NICHT an einen der Tatorte der Hamburger Wehrmachts-Justiz. Man stellt es neben das Nazi-Denkmal am Dammtorbahnhof, das niemals ein Ort der NS-Kriegsjustiz war. Dafür gibt es einen einzigen Grund: Das Nazi-Denkmal mit der Inschrift „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ soll unbedingt erhalten bleiben.

-

Ein zentraler Ort der Hamburger Wehrmachts-Justiz war das Generalkommando des X. Armeekorps der Wehrmacht. Dessen Sitz entstand 1936 an der Sophienterrasse 14 im reichen Hamburg-Harvestehude. Dieser Bau wird seit einiger Zeit zu Luxuswohnungen umgebaut, die Ende 2015 oder Anfang 2016 bezugsfertig sein werden. Die Vorderfront des typischen Nazi-Militärbaus wird dabei erhalten – mitsamt den Adlern auf dem Giebeln. Entfernt wurde nur das riesige Hakenkreuz auf dem Dach.

-

Siehe dazu:

„Kriegsklotz“ Hamburg: Wie Antifas lernten, ein Nazi-Denkmal zu lieben

.
.

Das Nazi-Denkmal am Hamburger Dammtorbahnhof (29.10. 2015)

Deserteurdenkmal
Vergrößern mit Rechtsklick

Das ist die Vorderseite eines Nazi-Denkmals, das unverändert seit 1936 in der Hamburger Innenstadt steht. Über den marschierenden Wehrmachtssoldaten steht: „Deutschland muss leben, auch wenn wir sterben müssen.“

Gegen dieses Nazi-Denkmal, das in Hamburg als „Kriegsklotz“ bezeichnet wird, gab es in den letzten Jahrzehnten immer wieder Proteste. In diesem Zusammenhang wurde der Klotz auch immer wieder beschädigt und mit Parolen versehen. Gefordert wurde dabei stets die BESEITIGUNG dieses „Kriegerdenkmals“.

-

Die Forderung nach Entfernung des Nazi-Denkmals wurde von der Hamburger Politik immer abgelehnt. Als die Kritik an dem „Kriegsklotz“ immer nachdrücklicher wurde, suchte man nach neuen Wegen, um an dem Nazi-Bau – und vor allem an der Inschrift „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“ – festhalten zu können.

In den 1980er Jahren verfiel man auf die Idee, die Kritik an dem Nazi-Denkmal durch den Bau eines „Gegen-Denkmals“ gleich nebenan zu unterlaufen. Damals hat das nicht funktioniert.

Jetzt soll dort ein weiteres „Gegen-Denkmal“ entstehen, und diesmal machen (fast) alle mit – auch die Gegner von damals. Am 24. November soll neben dem Nazi-Denkmal ein Deserteur-Denkmal (rechts hinten im Bild) eingeweiht werden. Hauptredner ist der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz.

Doch der „Kriegsklotz“ war kein Tatort der Wehrmachtsjustiz. Es gibt nur einen Grund dafür, dass man das Deserteur-Denkmal nicht an einem der zahlreichen Hamburger Orte der NS-Kriegsjustiz aufstellt: Man will das Nazi-Denkmal erhalten.

Mit diesem Sachverhalt setzt sich ein am 25. Oktober 2015 veröffentlichter Text auseinander, der wegen der Aktualiät des Themas besonders in Hamburg häufig gelesen wird.

-

Es mag Zufall sein oder nicht: Zwei Tage später wurden auf der Vorderseite und auf der Rückseite des Nazi-Denkmals wieder Parolen angebracht, die dort seit Jahren nicht mehr zu sehen waren.

Man wird sehen, wie lange sie dort zu lesen sein werden. Gerade die „Zivilgesellschaft“, die dafür verantwortlich ist, dass das Deserteur-Denkmal NICHT an einem Tatort der Wehrmachtsjustiz stehen wird, will von Imperativen wie „Deutschland muss sterben, damit wir leben können“ und „Nie wieder Deutschland“ nichts hören. Diese Slogans würden die Einweihungsfeier, mit der zugleich der dauerhafte Erhalt des Nazi-Denkmals festgeschrieben wird, empfindlich stören.

Auf diesem Blog soll die weitere Entwicklung gelegentlich mit Fotos dokumentiert werden.

.
.

Verbrechen der Wehrmacht als „historisches Sachzeugnis“

Nie wieder Deutschland
Vergrößern mit Rechtsklick

Vorderseite des Nazi-Denkmals (laut Senat ein historisches Sachzeugnis) am 29. Oktober 2015.
Die Nahaufnahme zeigt, dass die Gesichter der Wehrmachtssoldaten mehrfach abgemeißelt und dann wieder renoviert wurden.

.
.

„Nie wieder Deutschland!“

BünHamburger Deserteursdenkmal
Vergrößern mit Rechtsklick

Vorderseite des Nazi-Denkmals.

Über den marschierenden Wehrmachtssoldaten steht: „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen“.
Daneben steht jetzt: „Nie wieder Deutschland!“.

.
.

Kriegsklotz (Rückseite)

Deserteur-Denkmal
Vergrößern mit Rechtsklick

An der Rückseite des Nazi-Denkmals führt eine Hauptstraße vorbei.

Das am 29. Oktober 2015 aufgenommene Foto zeigt die Umkehrung der Inschrift der Vorderseite:
„Deutschland muss sterben damit wir leben können.“

.
.

„Deutschland muss sterben…“

Kriegsklotz Hamburg
Vergrößern mit Rechtsklick

Auschnittsvergrößerung

Deutschland muss sterben, damit wir leben können“ als Umkehrung von „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen.“

Diese Umkehrung wurde seit 1981 immer wieder auf den „Kriegsklotz“ geschrieben und immer wieder entfernt.
In den letzten Jahren wurde die Kritik, die in dieser Umkehrung zum Ausdruck kommt, marginalisiert.
Es ist überraschend, dass diese Kritik jetzt wieder hier zu lesen ist.

.
.

Instrumentalisierung des Deserteur-Denkmals als (zweites) „Gegen-Denkmal“

Hamburg-Dammtor
Vergrößern mit Rechtsklick

Bauarbeiten an dem Deserteur-Denkmal, das hier nur stehen soll, damit das Nazi-Denkmal erhalten werden kann.
Das Nazi-Denkmal war kein Tatort der NS-Kriegsjustiz.
Einer der wichtigsten Tatorte wird gerade zu Luxuswohnungen umgebaut.
Ein Deserteur-Denkmal würde dort den Wert der Immobilie senken.

.
.

Hamburg- Dammtor, 29. Oktober 2015

Kriegsklotz
Vergrößern mit Rechtsklick

Hamburg- Dammtor, 29. Oktober 2015:
Noch ein „Gegen-Denkmal“ zur Rettung des Nazi-Denkmals.

Das Deserteur-Denkmal wird für diesen Zweck instrumentalisiert.
Selbst die Formensprache des Deserteur-Denkmals wurde auf den Kriegsklotz abgestimmt und nicht aus dem Deserteur-Thema selbst entwickelt.

.
.

Die Rettung des Nazi-Denkmals durch zwei „Gegen-Denkmale“

Deserteurdenkmal
Vergrößern mit Rechtsklick

Ein „Gegen-Denkmal“ reichte nicht.

Damit das Nazi-Denkmal bleiben kann, kommt jetzt noch eins dazu.
Das Anliegen der ehemaligen Wehrmachts-Deserteure erhält hier eine – von Staat und „Zivilgesellschaft“ gewollte – Alibi-Funktion.

-

Deserteursdenkmal
Vergrößern mit Rechtsklick

-

Kontakt: dbd (at) riseup.net

Dieses Blog ist eine Aktualisierung zu dem Text:
„Kriegsklotz“ Hamburg: Wie Antifas lernten, ein Nazi-Denkmal zu lieben